Landhausplatz Innsbruck 2008
Category
Tags
Excerpt

Eduard – Wallnöfer – Platz Funktion: Neugestaltung „Landhausplatz“ Auftraggeber: Land Tirol Ort: Innsbruck, Österreich Planung: 2008 Projektart: internationaler offener Wettbewerb in Cooperation mit imgang architekten zt og  

← Projekt

Eduard – Wallnöfer – Platz

Funktion: Neugestaltung „Landhausplatz“

Auftraggeber: Land Tirol

Ort: Innsbruck, Österreich

Planung: 2008

Projektart: internationaler offener Wettbewerb

in Cooperation mit imgang architekten zt og

schatten_k

 

Der Platz wird als „Platz“ definiert, und ist als eine nach Süden leicht ansteigende Platte konzipiert, die gleichzeitig die Fassade des an der Salurnerstrasse platzierten Baukörpers bildet. Dieser wiederum fasst den Platz nach Süden ein und erzeugt somit einen klar definierten Stadtraum.

Die Beziehung zwischen Stadt und Berg wird aufgegriffen und in der Verknüpfung von Horizontal- und Vertikalbewegung übersetzt. Eine „artifizielle Tiroler Landschaft“ entsteht.

Die kontinuierliche Oberfläche des Platzes hebt die bestehende Zweiteilung auf, fasst gleichzeitig das Befreiungsdenkmal ein, und bildet ein neues Gegenüber für das Landhaus. Die Aufmerksamkeit wird verschoben, die Achse zwischen Befreiungsdenkmal und Landhaus wird durch die neue Ausrichtung des Platzes entlang der Wilhelm-Greil-Strasse abgeschwächt.

landhausplatz

Grünraumkonzept / Oberflächengestaltung / Materialität / Möblierung

Der sparsame, reduzierte Einsatz von Elementen soll genügend Freiraum für eine vielfältige Benutzung schaffen und eine möglichst neutrale Oberfläche erzeugen. Dieses bezieht sich sowohl auf die Möblierung als auch auf die Grünraumgestaltung. Beide bespielen in erster Linie den südlichen Platzraum, um den nördlichen Bereich für repräsentative Veranstaltungen und Märkte frei zu halten.

Mittels der Oberflächengestaltung wird eine subtile Zonierung der gesamten Fläche vorgenommen. Die Strukturen der angrenzenden Bebauungen im Osten und Westen werden aufgegriffen und auf den Platz projiziert. Die unterschiedlichen Ausrichtungen greifen ineinander. Im nördlichen Bereich geht die Oberflächengestaltung über die Grenzen der Platte hinaus, ein fließender Übergang zwischen Strassenraum und Platz wird erzeugt, und die für den Stadtraum wichtige Verknüpfung zwischen Maria-Theresien-Strasse und Wilhelm-Greil-Strasse wird akzentuiert.

Als Oberflächenmaterial werden regionale Gesteine vorgeschlagen, die durch leichte Abstufung in der Farbgebung und Oberflächenbeschaffenheit die gewünschte Differenzierung bewirken.

Die Neigung der Platzoberfläche ermöglicht es im gesamten südlichen Bereich des Platzes Bäume zu pflanzen. Die vorgeschlagene Vegetation greift das Konzept der „artifiziellen Tiroler Landschaft“ auf, Nadelbäume spenden Schatten und ein perforierter Streifen „Almwiese“ durchquert, ebenfalls leicht ausgedreht zu der bestehenden Achse zwischen Denkmal und Landhaus, die Oberfläche.

 

schnitt_k

Kubische Erhebungen und Vertiefungen in der Platzoberfläche bilden Sitzgelegenheiten, fassen Bäume ein und bieten Flächen für künstlerische Arbeiten. Glaskuben definieren Ab- und Aufgänge in die unteren Ebenen.

vogelperspektive_k

Die Erschließung des Baukörpers erfolgt über das an der Ecke Wilhelm-Greil-Strasse und Salurnerstrasse situierte Foyer. Ein halbes Geschoss unter Strassenniveau befindet sich das Info-Center-Tirol, welches unter die Platzebene greift. Die weiteren Denkmäler werden als Elemente der Information über die Geschichte in das Info-Center integriert. Öffnungen in der Platzoberfläche lassen Licht nach unten, und ermöglichen auch von aussen einen Blick auf die Denkmäler und Ausstellungsstücke. Ausstellungen und künstlerische Arbeiten innerhalb des Info-Centers und auf dem Platz überlagern sich.

Über dem Info-Center schwebt, als Plattform im Raum, das Cafe. Über dieses gelangt man direkt auf die höchste Platzebene.

In den Untergeschossen wird die bestehende Tiefgarage erweitert, es werden zusätzliche 20-23 Parkplätze geschaffen. Die Obergeschosse beinhalten Büroflächen.

künstlerische-projektionen2-

Einbindung bildnerische Künstler

Es wird vorgeschlagen den Platz als temporäre Ausstellungsfläche im jährlichen oder halbjährlichen Wechsel zu bespielen. Dieses ist z. B. in Form einer Erweiterung von Ausstellungsflächen bestehender Institutionen denkbar, spezifischer für den Ort kuratierter Ausstellungen, oder mittels Ausschreibungen von Wettbewerben. Das Erscheinungsbild des Platzes unterliegt somit einer kontinuierlichen Veränderung. Ein immer neues Publikum wird angezogen, die variierende künstlerische Bespielung generiert einen lebendigen Ort. Um diese Form der Nutzung zu ermöglichen wird bewusst auf eine eingrenzende Zuweisung von Flächen verzichtet. Die Künstler/Kuratoren suchen sich ihren Ort.

LAGEPLAN_5

Next Projekt →
← Previous Projekt
Back to top