Freizeitzentrum Silvretta Therme 2018
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STI Funktion: Freizeitanlage – Therme Auftraggeber: Silvretta Seilbahn AG Ort: Ischgl, Tirol, Österreich Planung: 2018 Projektart: Wettbewerblicher Dialog ARGE: Guthmorgeth . Hála . Mair – in Zusammenarbeit mit AST GmbH & Partner                 …

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STI

Funktion: Freizeitanlage – Therme

Auftraggeber: Silvretta Seilbahn AG

Ort: Ischgl, Tirol, Österreich

Planung: 2018

Projektart: Wettbewerblicher Dialog

ARGE: Guthmorgeth . Hála . Mair – in Zusammenarbeit mit AST GmbH & Partner

 

 

Wie eine Wolke schwebt die neue Silvretta-Therme über dem Talboden.
Je nach Lichtverhältnissen schimmert oder reflektiert sie. Sie hebt sich von
ihrer Umgebung ab – manchmal deutlicher – manchmal weniger. Bei Betrieb
atmet und transpiriert sie – bildet Nebelschwadenund Dampf.

 

 

 

Der mehrgeschossige Bau platziert sich möglichst nahe an der Trisanna
und lässt die begrünten Hangflächen im Norden unberührt. So werden optimale Belichtungsverhältnisse, sowie die Vermeidung von unwirtschaftlichen Hangsicherungsmaßnahmen gewährleistet. Der Baukörper integriert sich organisch in das Gelände und reagiert mit seiner freien Form gezielt auf die gegebenen Ausblicke in Natur und Dorf. Im Norden verläuft die Kontur parallelzur topografischen Höhenentwicklung des Hanges, im Süden streckt sich die Fassade entlang der Trisanna.

 

Aufgrund der Sonneneinstrahlungs und Windanalyse wurde der Baukörper auch in seiner vertikalen Ausdehnung
in einer freien abgerundeten Form gestaltet.

 

 

 

 

 

Schnitt

 

 

Das bautechnische Konzept bestehtaus den räumlichen Bereichen des Unterbaues (Tiefgarage und Flussebene)
und dem aufgeständerten Baukörper der Wolke (Schwimmebene und Sauna).

 

 

Ebene -2 : Vorfahrt Taxis und VIP-Taxis, Eingang Therme + Veranstaltungssaal; Veranstaltungssaal mit
Nebenräumen und Terrasse; Parken, Technik, Ver- und Entsorgung; Vorplatz (im Winter: Eislaufplatz),
Apollo-Jump-Tauchbecken (Sichtfenster)

 

 

 

Ebene 0: Luftraum Veranstaltungssaal, Garderoben Therme, Garderobenlounge; Verwaltung, Wohnungen;
Thermenwelt – Landebecken für Rutschen und Apollo-Jump(Sichtfenster)

 

 

Ebene1 : Fußgängerverbindungen zu Dorfzentrum und Zentralgarage; Ebene 0 : Eingangsfoyer, Kassa mit Backoffi ce, Saunagarderoben, Fitnessbereich, Gymnastik und Massage, Caféteria mit Nebenräumen; Thermenwelt – Sportbecken, Whirlpool, Apollo-Jump 3,5m, Bädertechnik

 

 

 

Ebene 2: Saunaebene 2 mit Außenbereich; Sonnendeck mit Grünbereich;

 

 

Die thermische Hülle ist im Bereich des Unterbaues als mehrlagige Wand und Deckenkonstruktion konzipiert. Im Bereich des Schalentragwerks ist die Trägersystemhöhe, unter Berücksichtigung von Wärmedurchgang und Dampfdiffusion, als Dämmebenebauphysikalisch sicher gestaltet.Die Dachhaut wird als korrosions- und UV-beständige mehrlagigeBeschichtungausgebildet. Im Innenbereich verfügt die Schalenform über eine Untersichtverkleidung aus mineralischen Dämmstoffen und Metallenund ist fürRevisionszwecke zugänglich gestaltet.

 

 

 

 

 

 

Der Unterbau besteht weitestgehend aus Stahlbetonwänden, -stützen und -decken mit einer entkoppelten Hangsicherung. Als Fundamente wird eine Kombination aus Bodenplatten,welche im Bereich höherer Lasteinträge verstärkt sind und Duktilen Stahlrammpfählen vorgeschlagen, welche den strukturierten Lastabtrag in das Geschiebe des geologischen Untergrundes sicherstellen und damit stabilauf Veränderungen des wasserdurchströmtenBaugrundes reagieren. Über dem Unterbau ist auf Stahlbetonsäulen
und -scheibenteilen die Wolkeaufgeständert. Dieses eingeschossige, im Bereich der Sauna zweigeschossige Raumobjekt ist aus konstruktiver Sicht als Flächentragwerk einer Schalekonzipiert. Als solche verfügt es über die Wirkung eines geschosshohenRaumtragwerkes als kontinuierliche Stahl-Schale, welche mit ihrer räumlichen Tragwirkung Boden – Wand -Decke tragwerksbezogen aktiviert und als „Plated Structure“ (orthotrop ausgesteiftedünnwandige Stahlschale) konzipiert ist.

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