Campagne – BF1 2017
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Baufeld 1 der Quartiersentwicklung Campagne Innsbruck Funktion: Wohnbau Auftraggeber: IIG, NHT Ort: Innsbruck, Tirol, Österreich Planung: 2017 Projektart: EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb in Cooperation mit Michaela Mair Architektur

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Baufeld 1 der Quartiersentwicklung Campagne Innsbruck

Funktion: Wohnbau

Auftraggeber: IIG, NHT

Ort: Innsbruck, Tirol, Österreich

Planung: 2017

Projektart: EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb

in Cooperation mit Michaela Mair Architektur

skizze

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Der vorgegebene Bauplatz am Campagneareal in der Reichenau ist geprägt durch seine heterogene Umgebung, die vorwiegend aus Großwohnanlagen unterschiedlichster Typologien besteht. Der neue Wohnbaukomplex versteht sich als identitätsstiftender Baukörper für das ganze Gebiet. Die mäandernde Blockrandbebauung haltet den Umriss des Leitbildes ein und gestaltet sich höhenmäßig in differenzierte Abschnitte. Zum Quartiersplatz hin entwickelt sich eine Abstufung, an der Radetzkystrasse signalisiert der entwickelte Hochpunkt den westlichen Beginn des Quartiers.

DATEN:
353 Wohnungen, ca. 26.638 m² Nutzfläche, ca. 150 Stellplätze

gr

Der neue Wohnbau weist trotz großem Anteil an kleinen Wohnungen, die trotz geringer Fläche sehr großzügig wirken, eine äußerst ökonomische zentrale Erschließung mit 4-6 Wohnungs-zugängen je Regelgeschoß auf. Das ausgeklügelte Achssystem schafft eine große Variabilität im Wohnungsschlüssel. Die kompakten aneinandergereihten Wohnhäuser mit 5 bis 10 Ober-geschoßen, die sehr flächeneffizient aufgebaut sind, beinhalten ausschließlich Ost-, West-, 2-seitig orientierte bzw. durchgesteckte Wohnungen.

ansicht

Der kompakte Gebäudetypus mit durchlässiger Erdgeschosszone reagiert mittels differenzierter Einschnitte und eben seiner Höhenentwicklung (E+5 bis E+10) auf seine Umgebung und erfüllt die Anforderungen an eine hohe Wohnqualität (Besonnung und Belüftung). Ein großer halböffentlicher zum Teil intensiv begrünter Innenhof, der durch die zwei vorgegebenen Durchgangsachsen und diverse Höhensprünge zoniert ist, schafft neben der Haupterschließung der einzelnen Gebäudeteile, Raum zum Verweilen und Unterhalten für alle Altersgruppen.

grundriss

Das Gebäude wird ein Pionierprojekt für fahrradförderndes Wohnen. Es kann nämlich über zwei Rampen mittels Fahrrädern bis in die obersten Geschoße erschlossen werden, d.h. die BewohnerInnen können bis zu ihrem Wohnzimmer mit dem Fahrrad fahren, es entweder in den bestehenden Fahrradräumen oder direkt in ihrer Wohnung parken.Die Fahrradnutzung bzw. das autofreie Mobilitätsverhalten soll für alle BewohnerInnen des Quartiers gefördert und attraktiv gemacht werden. Die perfekte Anbindung an das Innsbrucker Radwegenetz bietet dazu die beste Grundlage.Die zwei Rampen bilden zugleich charakteristische Elemente an der Fassade, neben dem Erlebnis, den Gebäudekomplex in seinem gesamten Ausmaß zu erfassen.

schnitt

Die 10 Hauseingänge und somit auch die 10 Stiegenhäuser der Wohnanlage werden vom Innenhof aus erschlossen. Von diesem halböffentlichen Bereich kann man sowohl über Freitreppen als auch über barrierefreie Einrichtungen zu allen Adressen leicht finden.
Zudem gibt es die zwei Rampen für Fahrräder und auch Fußgänger. Diese erschließen die zwei Gebäudeteile (IIG und NHT) jeweils über einen sich an der Fassade hinauf schlängelnden horizontalen Einschnitt, an dem sich Fahrradräume und die Zugänge zu den Stiegenhäusern anordnen.

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